Kommentar: Andreas Kümmert – Wut und Unverständnis bei den Fans

Diesmal in unserem ESCfans.de-Kommentar: Wir gehen genauer auf den gestrigen Eklat bei USfÖ um Andreas Kümmert ein.

Dieser Schock dürfte am gestrigen Abend tief gesessen haben bzw. tut es immer noch, denn: Kurz nach der Bekanntgabe seines Sieges hat der TVOG-Gewinner von 2013 sich entschieden, die Reise nach Wien nicht anzutreten und das ersehnte goldene Ticket der Zweitplatzierten Ann Sophie zu geben, die aus dem Clubkonzert hervorgegangen ist. Was danach gefolgt ist, dürfte eigentlich klar sein: Die Fans bombardieren Andreas Kümmert mit Buhrufen und zeigen für seine Entscheidung kein Verständnis.

In den Social Media-Plattformen ist kurz darauf ein hitziger Shitstorm ausgebrochen – das betrifft aber nicht nur den TVOG-Gewinner selbst, auch das deutsche Eurovision-Team hat mit negativen Kommentaren zu kämpfen. Doch eine Frage hat danach immer wieder im Raum gestanden: Weshalb nimmt Andreas Kümmert am Vorentscheid teil, wenn dieser in Wirklichkeit aber gar nicht möchte? Hierzu gibt es wieder Spekulationen um gesundheitliche Probleme – na, kommt euch bei dieser Situation ein Licht auf?

Richtig – auch beim The Voice of Germany-Finale im Jahr 2013 soll er erkrankt aufgetreten sein – trotzdem hat er die Castingshow haushoch gewonnen gehabt. Neben einem Album, welches anschließend erfolgt ist, gab der Sänger hin und wieder nur Konzerte vor kleinem Publikum.

Aber auch die Verantwortlichen, die den deutschen Vorentscheid ausgerichtet haben, dürften sich wohl vor Staunen die Augen gerieben haben. Natürlich hätte es keiner erwarten können, dass der Abend nochmal einen ganz anderen Verlauf nehmen wird. Ist es aber dann nicht von Andreas Kümmert etwas unfair gewesen, überhaupt teilzunehmen? Das kann durchaus sein – schließlich hätten die anderen Kandidaten daraus einen Profit ziehen können. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Sänger in allen Runden immer stets an erster Stelle gestanden hat, gefolgt von Ann Sophie.

Es ist sicher nicht die feine Art von Andreas Kümmert gewesen, dies einfach schamlos auszunutzen. Ob wir noch was von seiner Musikkarriere in der nächsten Zeit erwarten können? Die Behauptung ist ziemlich wage. Selbstverständlich kann man den Fans die Wut und  das Unverständnis in keinem Fall übel nehmen – aber seien wir doch ehrlich: Wie lange soll dies eigentlich noch das Haupt-Gesprächsthema bleiben? In ein paar Tagen bzw. Wochen hat sich die Situation doch so oder so erledigt und keiner wird mehr darüber reden. Und außerdem: Eventuell ist er auch einfach nicht geschaffen, uns beim ESC in Wien vertreten zu können.

Die negativen Kommentare stiften auf langfristiger Dauer jedenfalls keinen Nutzen. Aber zum Schluss noch eine kleine Sache zum Vorentscheid: Hat man beim NDR endlich eingesehen, dass das Vorentscheidskonzept ein einziges Chaos ist? Wenn man dort endlich anfängt bei seiner Strategie umzudenken, könnte man von einer echten Revolution sprechen.

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