Alle Jahre wieder: unser offener Brief an den NDR zum deutschen Vorentscheid

Lieber NDR, Liebe ARD, Liebes Brainpool, Lieber Herr Schreiber,

Nicht gleich erschrecken, wir sind es nur – und wie in jedem Jahr geben wir auch unseren Senf zu der Diskussion um den Vorentscheid dazu (natürlich ausschließlich mit konstruktiver Kritik). Unsere Hauptkritikpunkte sind auch in diesem Jahr wieder der Votingprozess sowie die fehlende Transparenz.

Komplizierte Votingrunden – muss das wirklich sein?

Bei „Unser Song für Malmö“ hat das Voting doch so gut geklappt – mal abgesehen von der Jury… Und dem Online-Voting… – aber warum führte man im Folgejahr diese umständlichen Runden ein? Dabei wurde nicht nur die Teilnehmerzahl unnötig gesenkt, auch viele Zuschauer waren verwirrt. Sogar Tante Willicks vom WDR war total überfordert. Also wenn ihr euch nicht mit ihrer Tochter anlegen wollt und bei „Anne-Lenas Aufreger“ landen wollt, schafft dieses System ab!

Übrigens noch eine Frage in eigener Sache: Warum lag bei „Unser Song für Dänemark“ das Mindestalter für die Abstimmung bei 14, in diesem Jahr aber bei 18 Jahren? Gerade in diesem Jahr wurde doch auf die sehr junge Generation gesetzt (siehe Teilnehmer Clubkonzert).

Der ESC und Frau Fleischberger – unverzichtbar?

Hat die Barbara jetzt der Anke den Titel „ESC-Königin“ geklaut? Seit 2013 ist sie für den ESC unterwegs auf der Reeperbahn oder beim Vorentscheid. Nichts gegen sie oder ihre Moderation, aber wird sie etwa schon wieder für 2016 eingeplant? Das wäre ja dann so als würde der ESC auch in jedem Jahr vom selben Moderations-Team präsentiert.

Das Voting: eine „demokratische“ Wahl ohne Wahlergebnisse und Transparenz

Andreas Kümmert hat den Vorentscheid mit 80% gewonnen. Ja schön, jetzt weiß der Noize Generation-Fan ganz genau, wie knapp der Einzug in die nächste Runde misslungen ist. Und auch Fans von Madeline Juno wissen immer noch nicht an wie vielen Prozenten die Sängerin im letzten Jahr gescheitert ist.

Deutschland ist ein demokratisches Land und selbst in weniger demokratischen Ländern Europas werden die Ergebnisse des Vorentscheids genau veröffentlicht. Warum klappt dies bei uns nicht (mehr)? Beim Clubkonzert ist es ja auch kein Problem, aber beim „großen Finale“ in Hannover? War das mit den Votingrunden den Verantwortlichen des Televotings auch zu kompliziert?

Shitstorms, Shitstorms und Shitstorms –

Fazit

Liebe Verantwortliche, hört doch einfach mal auf die Fans! Nicht auf die „Fans“, die eine Wiederholung des Vorentscheids oder eine erneute Kooperation mit ProSieben wünschen, auf die Fans, die konstruktive Kritik geben. Es hilft nicht alles schön zu reden und weiter an einem fehlerhaften Konzept festzuhalten!

Der deutsche Vorentscheid hat noch viele Schwächen. Diese sollten aber nicht einfach ignoriert werden, sondern es sollte an ihnen gearbeitet werden. Nie wird es gelingen, jeden Fan zufrieden zu stellen, aber trotzdem sollte ein erster Schritt gemacht werden – ein Schritt in Richtung Zuschauer!

 

Ganz viele liebe Grüße und dass es im nächsten Jahr hoffentlich weniger „schlechte“ Kritik hagelt!

Die ESCfans.de Redaktion

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