Nach Video-Skandal: Nur russische Jurorin muss Konsequenzen tragen

Die Europäische Rundfunkunion hat am frühen Abend ein Statement zum Vorfall bei der russischen Jury abgegeben. Lediglich die Jurorin wird von ihrem Amt befreit.

Die Meldung sorgte in der letzten Nacht für recht schnelles Aufsehen: Die russische Jurorin Anastasia Stotskaya hat ein fast sieben Minuten langes Video von ihrer Arbeit auf Periscope veröffentlicht – ein grober Fehler: Denn im besagten Video zeigt sie auch den offiziellen Wertungsbogen mit ihren Anmerkungen als Plus- und Minuszeichen – jedoch dürfen diesen Formulare eigentlich vor Samstagnacht nicht auftauchen, wie es im Regelwerk des Eurovision Song Contest heißt.

Bis vorhin ist noch nicht klar gewesen, in welchem Ausmaß Russland nun die Konsequenzen davon tragen muss. Am frühen Abend hat die EBU aber nun mit ihrer Stellungnahme herausgerückt – demnach werden nur der russischen Jurorin Anastasia Stotskaya die Stimmrechte abgezogen und ihre Wertung für ungültig erklärt. Des Weiteren ist von ihrem Amt befreit worden. Auf die anderen vier Jurymitglieder hat dies aber keine Auswirkungen, denn deren Bewertungen bleiben gültig und werden am heutigen Abend auch berücksichtigt werden.

Bis zum Finale am Samstag soll aber entsprechend demnach noch ein Ersatz-Jurymitglied für Russland nachrücken, wie es heißt. Nach Bekanntwerden des Skandals forderten viele ESC-Fans auf den Social Media-Plattformen die Disqualifikation des Landes oder das die EBU in dieser Situation hart durchgreifen soll. Im Nachhinein ist die EBU dann doch nicht ganz so streng gewesen, wie es einige erwartet hätten.

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