Nach erneutem ESC-Debakel: Thomas Schreiber erklärt Jamie-Lees schlechtes Abschneiden

Deutschland hat sich zum zweiten Mal in Folge auf dem letzten Platz platziert – nun ist man auf der Suche nach Gründen, weshalb Deutschland schon wieder schlecht abgeschnitten hat. ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber versucht sich an einer Erklärung.

Deutschlands Pechsträhne halt an – zum zweiten Mal in Folge landet man auf den letzten Platz. Das sind zwar streng genommen zwar jetzt elf Punkte mehr, die Jamie-Lee eingeheimst hat – doch wenn es das neue Votingverfahren schon im letzten Jahr gegeben hätte, wäre Ann Sophie nicht zur Nullnummer geworden und hätte immerhin noch 29 Punkte holen können und würde damit sogar noch besser dastehen. Das würde einen drittletzten Platz bedeuten.

Natürlich hat sich Jamie-Lee leicht enttäuscht gezeigt, macht aber klar, sich davon nicht entmutigen zu lassen. Sie hat eine tolle Zeit erlebt und freut sich auch für die Gewinnerin Jamala aus der Ukraine. Jamie-Lee ist mit ihrem Auftritt beim ESC zufrieden gewesen und gibt an, dass sich Deutschland im nächsten Jahr besser platzieren wird, da sei sie sich sicher.

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber findet trotz des enttäuschenden Abschneidens lobende Wort für die „The Voice of Germany“-Siegerin: „Jamie Lee ist eine besondere, liebenswerte junge Frau und eine wunderbare Sängerin. Ihr Auftritt war 1 A.“ Und findet zugleich eine erste Erklärung zum schlechten Ergebnis von Deutschland: „Nach unserem Eindruck hat Jamie Lee – so wie bei den großen Publikumsabstimmungen in Deutschland bei ‚The Voice of Germany‘ und ‚Unser Lied für Stockholm‘ – vor allem das junge Publikum angesprochen. International und beim Publikum in allen Altersschichten ist es offenbar eher auf Unverständnis gestoßen, dass ein Manga-Mädchen aus Deutschland antritt.“

Und weiter heißt es: „Zum ganzen fairen Bild gehört aber auch, dass Jamie Lee unser gesamtes Team sehr beeindruckt hat – so wie sie die große Bühne für sich eroberte, wie sie gesanglich überzeugt und wie sie mit der Presse und dem ganzen Druck vor Ort umgegangen ist: authentisch, sympathisch und souverän.“ Der ARD-Mann hat der ukrainischen Siegerin Jamala zu ihrem Gewinn gratuliert: „Das war eine großartige und bewegende Performance! Meinen Kollegen von der EBU und vom schwedischen Fernsehen SVT danke ich für eine herausragende Unterhaltungssendung.“

Das könnte auch interessant sein...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *