ESC 2016: Russische Regierung übt Kritik nach Jamalas Sieg

Die russische Regierung zeigt sich nach dem ESC-Sieg der Ukraine gar nicht begeistert: Man kritisiert Jamalas Song und bezeichnet ihn als „politisch motiviert“.

Der Sieg der Ukraine in den vergangenen Tagen hat vielfach für Diskussionen im Netz gesorgt und noch immer ist Jamalas Sieg mit ihrem Song „1944“ ein großes Thema. Man verdächtigt dem Song den Vorwurf einen politischen Hintergrund zu haben – die Europäische Rundfunkunion sprach Jamalas Beitrag allerdings von jeglichen politischen Botschaften frei. Doch auch die Abgeordneten in Russland lassen kein gutes Haar an den ESC-Sieg der Ukraine ab.

Die russischen Abgeordneten empfinden den Titel „1944“ als politisch motivert – im Song geht es um die Deportation der Krimtataren durch Sowjetdikator Stalin im Jahre 1944, daher auch der Name ihres Liedes. Weiterhin sagt der einflussreiche Außenpolitiker Alexej Puschkow, dass es kein Beitrag für den gesamteuropäischen Kulturkatalog sei, den sich der Wettbewerb auf die Fahnen geschrieben habe. Zudem bezeichnet man Jamalas Erfolg als „Sieg des Kalten Krieges“ oder auch ein „Sieg der Politik über die Kunst“.

Schon vor dem Eurovision Song Contest 2016 hat sich Russland über das Lied beschwert, bekam aber nicht recht, wie es schon im ersten Absatz geschrieben steht. Eine Teilnahme aus Russland dürfte angesichts dieser Vorwürfe noch in den Sternen stehen, unter anderem weil man auch glaubt, dass die Ukraine den Russen den Sieg geraubt hat.

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