ESC 2016: EBU bezieht Stellung zur Petition und zum Video

Die Schlagzeilen nach Jamalas Sieg  reißen nicht ab: Erst wurde eine Petition zur Überprüfung des Ergebnisses gestartet, dann machte auch noch ein Video die Runde. Zu beiden Sachen hat die EBU schon Stellung bezogen.

Es ist gerade mal vier Tage her, als Jamala zur Siegerin des Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm auserkoren worden ist. Doch der Sieg der Ukraine sorgte in den letzten Tagen für große Schlagzeilen, sei es, dass sich die russische Regierung beschwert und der Ukraine den Raub des ESC-Sieges beschuldigt oder eben auch die jüngsten Vorfälle – so wurde etwa eine Petition zur Revalidierung des Endergebnisses beim ESC-Finale 2016 gestartet oder ein Video, dass angeblich zeigen soll, dass Jamalas Siegertitel „1944“ schon über ein Jahr alt sein soll.

Aber erstmal der Reihe nach: Die Petition, die die Überprüfung des Ergebnisses beim Finale noch einmal aufgreifen soll und in binnen kürzester Zeit über 300.000 Unterschriften zählte, wird nicht aufgegriffen. Laut der Europäischen Rundfunkunion hat man davon zwar Kenntnis genommen, jedoch wird man keine nachträgliche Änderung durchführen. Es sei ein gültiges Ergebnis zustande gekommen, dass es zu respektieren gilt. Die EBU gab jedoch an, weiterhin den Dialog zu suchen, um den Eurovision Song Contest in Zukunft verbessern zu können.

Am gestrigen Tag machte ein Video die Runde, das zeigen soll, dass Jamalas Song „1944“ schon seit dem Mai 2015 existent ist und sie das im Rahmen eines Konzerts vorgesungen haben soll  – allerdings in der Landessprache. Laut Regelwerk ist es untersagt einen Titel ins Rennen zu schicken, der vom dem 1. September veröffentlicht worden ist. Die EBU hat auch zu diesem Vorfall ein Statement abgegeben und gibt an, dass man zwar von einer früheren Veröffentlichung des Liedes erst jetzt erfahren haben soll, aber das Lied im Rahmen eines kleinen Konzerts von nur paar hundert Leuten vorgetragen wurde, bevor es in den letzten Tagen von Millionen Menschen wahrgenommen worden ist.

Die Europäische Rundfunkunion sagt weiterhin, dass Jamala keinen unfairen Wettbewerbsvorteil hatte und die Teilnahme berechtigt war – am Sieg der Ukraine durch Jamala wird also keine Änderung stattfinden. Damit ist auch dieser Fall für die EBU erledigt.

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