Deutschland: NDR greift für ESC-Vorentscheid 2017 auf Casting zurück

Der NDR hat sein Wort gehalten: Tatsächlich soll der deutsche Vorentscheid 2017 mit einem anderen Konzept dafür sorgen, dass das Land beim ESC wieder in der vorderen Liga mitspielen kann.

Der Sommer ist bekannt dafür, dass es kaum ESC-Nachrichten gibt – jetzt wo es in Richtung Herbst geht, sind die Planungen am Laufen – so auch bei uns in Deutschland. Nach dem die Naidoo-Nominierung für Shitstorm sorgte, der letzte Platz von Ann-Sophie (2015) und Jamie-Lee (2016) keineswegs zufriedenstellend waren, hat der Norddeutsche Rundfunk gegenüber dem ESC-Vorentscheid 2017 erhebliche Veränderungen angekündigt. Am heutigen Tag ist das Konzept vorgestellt worden – man greift zu einem Casting zurück.

Für das kommende Jahr plant deshalb die ARD eine Rückkehr der Castingshow, jedoch soll diese auf keinster Weise wie „Unser Star für Oslo“ über mehrere Wochen hinweg über die Bildschirme flimmern, sondern lediglich an einem Abend – dafür hat der Sender den 9. Februar 2017, welcher ein Donnerstag ist, eingeplant. Der Vorentscheid, der „Eurovision Song Contest – Unser Song 2017“ heißen wird, soll um 20:15 Uhr laufen. Erneut wird die Show in Köln stattfinden, für die Produktion arbeitet die ARD wieder mit Raab TV zusammen. Die Laufzeit der Sendung soll ca. drei Stunden betragen.

Natürlich ist keinesfalls zu erwarten, dass Stefan Raab persönlich in Erscheinung tritt, dafür jedoch eine Liveband. Bei der Moderation greift man auf das bewährte Personal zurück – nämlich auf Barbara Schöneberger. Als Jurymitglieder werden Lena Meyer-Landrut, Tim Bendzko und Florian Silbereisen fungieren, die die Nachwuchs-Sängerinnen  und -Sänger beurteilen werden. Übrigens werden aus der Bewerbung erstmal 30 Kandidaten selektiert, in einer zweiten Castingrunde werden schließlich fünf Bewerber ausgewählt, die beim Vorentscheid antreten dürfen. Die ESC-Jury wird keinen Einfluss auf das Ergebnis haben, wer Deutschland beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew vertreten wird – diese Aufgabe liegt ganz allein bei den Zuschauern.

Desweiteren wird die Show live im Internet gestreamt – u.a. in der Eurovision-App aber auch unter eurovision.tv. Auch das internationale Publikum kann über die App Feedback zu den Songs abgeben – in der Sendung wird mehrmals ein „europäisches Stimmungsbarometer“ gezeigt. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind ab jetzt dazu aufgerufen, ihre Bewerbung einzusenden.

Wir können also gespannt sein, wie sich dieses Konzept des NDR schlagen wird und ob damit eine erneute Pleite beim Eurovision Song Contest ausgeschlossen werden kann.

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